Ressourceneffizientes Anlagenkonzept
Erschienen im Rahmen der VDMA-Artikelserie zur Hannover Messe
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Ressourceneffizientes Anlagenkonzept BL 20.03.2009
Für einen bekannten deutschen Automobilzulieferer hat die Fa. Sprimag Spritzmaschinenbau GmbH & Co. KG ein ressourceneffizientes Anlagenkonzept entwickelt und umgesetzt. Mit der automatischen Nasslackieranlage werden Kühlergrills von namhaften Automobilern mit 2K-Lacksystemen beschichtet.
Das Anlagenkonzept wurde bereits in der Planungsphase optimal in den Fertigungsablauf integriert. Die Transportwege wurden so klein wie möglich gehalten um eine annähernde Inlineproduktion zu erreichen, die die Fehlteilrate durch Fremdpartikeleinbringung auf den Bauteilen vom Spritzguss bis zum Beschichtungsprozess auf ein Minimum reduziert.
Durch die Verwendung einer im Anlagensystem integrierten Teilevorbehandlung
mittels robotergeführten CO2-Schneestrahldüsen konnte der ansonsten benötigte große Aufstellplatz für eine vergleichbare wässrige Vorbehandlung deutlich reduziert werden. Durch geeignete Schalldämmmaßnahmen in der Vorbehandlungskabine sowie durch die Verwendung spezieller Ein- und Auslaufschotts war es möglich die Lärmbelastung für den Anlagenbediener sehr gering zu halten. Weiterer Vorteil der CO2-Vorbehandlung ist der Ausschluss von Beschichtungsfehlern aufgrund von verbleibenden Wasserrückständen, wie Sie bei wässrigen Vorbehandlungssystemen auftreten können.
Zur Verwendung kommen bei diesem Anlagenkonzept zwei Hauptfarben als 2K-Lacksysteme auf Lösemittel und Wasserbasis. Die Lacksysteme werden mittels einer 2K-Mischanlage unter Zuhilfenahme von pneumatischen Membranpumpen (beides Fabrikat Sprimag) gemischt und exakt dosiert an die Spritzapparate der Roboterlackierstelle gefördert.
Vor dem Einlauf in die Lackierkabine, die mit einem Roboter ausgerüstet ist, befindet sich eine Ionisationskabine mit bewegten Ionisationsstäben, die mit rotierenden Blasdüsen zur statischen Entladung der Bauteile bestückt sind. Die weiteren Verfahrensschritte sind Abdunsten, Trocknen und Abkühlen der Bauteile. Zur Reduzierung des Einsatzes von fossilen Wärmeträgern und um somit eine Umweltfreundlichere, CO2-reduzierte Betriebsweise der Anlage realisieren zu können, wurde anlagenseitig ein Rekuperator im Kreuzstromprinzip eingebaut. Dieser basiert auf dem Luft-Luft-Prinzip mit einer Gesamtluftleistung von 18.000m³/h. Durch diese Maßnahme wird dem angesaugten Zuluftstrom unter vorliegenden Außentemperaturbedingungen ein Teil der im Abluftstrom befindlichen Restwärme aufgeprägt. Dieser Effekt ist besonders effizient bei einem Anlagenbetrieb in den Wintermonaten.
Im gesamten Anlagenkonzept wurde höchster Wert auf Effizienz und geringe
Betriebskosten, sowie auf höchste qualitative Anforderungen gelegt. Die Lackieranlage bietet zudem ein Höchstmaß an Flexibilität hinsichtlich Teilegeometrien, so dass der Kunde jetzt und auch in der Zukunft in der Lage ist verschiedenste Kunden-Aufträge wirtschaftlich auszuführen.






